Uwe Hasenbein

Name: Uwe Hasenbein
Baujahr:1962
Kampfkunst seit: 1970
Im JJSD seit: 1971
Tätigkeit im JJSD: Trainer im Gohshinkan

Graduierungen

Soke Shihan Sensei Gohshinkan
9.Dan Shaolin Kempo
5.Meistergrad Shaolin Temple Kung Fu

3.Dan Dju Su

1.Dan Jiu Jitsu

Lehrbefähigungen für:

Tai Chi Yang Style - Qui Gong und Shaolin Temple Kung Fu
durch die Shaolin Temple Guild Tai Peh

Lehrer/Meister...

Reiner Cerajewski
Sifu Al Dakaskos
Shi Shin Peng ( Shaolin Mönch der 32. Gen. )
Edson Vlijt
Renate Schulz
Sensei Toshishiro Obata
Prof. Jiao Guorui

Ehrungen...

Member of the international Black Belt Council
Member of the Technical Advisory Council Commitee of Martiel Arts Education
Grandmaster of the Bugei Kokusai Renmei

Sonstiges

Sportdirektor des Verbandes für Kampfsportarten VFK e.V.
internat. Ausbilder für Sicherheitskräfte

Werdegang

Im Alter von 8 Jahren war ich ein kleiner pummeliger Junge. Ich wurde oft durch Freunde und Mitschüler gehänselt, denn wie wir alle wissen können Kinder sehr grausam sein. Also reifte in mir der Entschluss etwas dagegen zu unternehmen. Aus eigenen Stücken beschloss ich mit Sport zu beginnen da alle Mitschüler, die gut in Sport waren die Anerkennung der anderen genossen.

Also LOS !

Ich versuchte mich in Handball, Fußball, Schwimmen und hatte immer das gleiche Erlebnis. Ich war halt der, der nix konnte, der mit den schlechtesten Leistungen aber mit dem größten Trainingsergeiz. Ich war der, den die anderen im Training nicht in der Mannschaft haben wollten und der, der auf Wettkämpfen, Turnieren und Spielen nicht mit eingeteilt wurde. Alle Trainer behandelten mich mehr mit Mitleid anstatt mich zu fördern. Da wurde mir klar alle Jungen gingen Bsp. in einen Fußballverein weil sie zuvor bemerkt hatten, das Sie gut Fußball spielen und nicht weil Sie es lernen wollten.

Dies führte zur völligen Frustration meinerseits und zu einer echt vorpubertären Sinnkrise.
„ Ich tauge zu nichts.“

Zu dieser Zeit wurden die Kampfkunst durch die Filme von Bruce Lee bekannt. Eines Tages entdeckte ich zufällig eine Taekwondo Schule in Walsum. Ich fasste meinen restlichen Mut zusammen und bekniete meine Eltern mich dort anzumelden.

Hier war schon einiges anders als in den anderen Sportvereinen:
Die Trainer waren bemüht mir etwas beizubringen – die Kameradschaft untereinander war allerdings sehr mäßig – und alles war mit militärischen Drill und Strafen verbunden. Per Zufall erzählte mir mein damaliger bester Freund er mache KUNG FU und ich solle doch einfach mal mitkommen. So betrat ich im Alter von 9 Jahren zum ersten Mal die Turnhalle in Dinslaken zum Training beim JJSD.

Dies war der Wendepunkt !
Hier bekam ich Wertschätzung für meinen Eifer und alle „Fortgeschrittenen“ ermutigen mich ständig mit Zuspruch wie „so habe ich auch angefangen....“. „Das wird schon“. „Du schaffst das!“
Besonders der Cheftrainer Reiner Cerajewski, der damals das Training leitete nahm mich direkt unter seine Fittiche. Er bestärkte meinen Wunsch und führte Gespräche mit meinen Eltern, die mich nach den ersten Muskelkater Einbrüchen schon wieder abmelden wollten.

So blieb ich – begann mit dem Shaolin Kempo – später mit Dju Su und dann mit Jiu Jitsu mit 18 hatte ich den 1.Dan im Shaolin Kempo erreicht. Aber nicht nur das – aus dem pummeligen Knirps war ein leistungsfähiger Sportler geworden – ein Vorbild für andere – ein geschätzter junger Mann. Auch schulische Leistungen waren gut und bei meinen Freunden genoss ich großes Ansehen.

Voller Trauer berichtete ich Reiner zu diesem Zeitpunkt, das ich wegen der Bundeswehr nach Norddeutschland müsse ( damals gab es noch die Wehrpflicht ) und leider nicht mehr am Training teilnehmen könne. Reiner gab mir ein Empfehlungsschreiben an Sifu Al Dakaskos der eine Schule in Bremen hatte. Er zwinkerte dabei und schien sich zu freuen – ich hingegen war tottraurig.

Reiner wusste warum er zwinkerte jetzt begann mein Weg des DO in der Kampfkunst.

Ich lernte traditionelles Tempel Kung Fu, Tai Chi, Pakua, Qui Gong von Dakaskos aus ging die Lehrreise weiter zu Shi Shing Peng, Edson Vlijt, Sensei Obata und viele andere weltbekannte Lehrer. Ich wurde nahezu durchgereicht von Meister zu Meister. Ich gründete Sporschulen, baute Vereine auf und errang etliche Titel bei intern. Meisterschaften. Inzwischen hatte ich auch die ersten Meister selbst ausgebildet.

In dieser ganzen Zeit half mir die Kampfkunst mein bewegtes Leben zu meistern und alle Hürden und Katastrophen zu bestehen, die das Leben so für uns bereit hält.

Der letzte Schritt war die Anerkennung der Bugei Kokusai Renmei Tokyo als Soke Shihan Sensei ( Gründer – oder frei übersetzt – Vater der Lehrer ) einer eigenen Kampfkunst GOHSHINKAN RYU.

Der Zufall führte meine Reise zurück an meinen Ursprung nach Dinslaken in das JJSD da unsere alten Sporträume in Essen abgerissen werde sollten. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und leite seitdem das GOHSHINKAN Training im JJSD.

Ich bin bestrebt meine ganze Erfahrung an meine Schüler weiterzugeben damit auch Sie sich entwickeln und ihr Leben meistern.

An dieser Stelle meinen Dank an meine Schüler, die ich schon alle betreut habe für ihr grenzenloses Vertrauen und Ihre Zeit, die sie mir geschenkt haben.

Ihr seid der Grund warum ich nie aufhören werde.

Und nach über 40 Jahren Kampfkunst eine Erkenntnis zuletzt.

Danke an dich Reiner !

Du hast mein Leben geändert. Allen Erfolg beruflich wie sportlich verdanke ich zum Großteil deiner Geduld, deinem Zuspruch, deiner Fähigkeit zu motivieren und zu trösten. Und deinem großen Herz für deine Schüler.

Was auch immer passiert, ich werde dich immer im Herzen tragen und mich bemühen dein Werk weiterzutragen.